
Kronen Zeitung
ÖFB-PFLICHTSIEG
Fast zu viel Vollgas – aber weiterhin auf WM-Kurs!
Hektische Österreicher erfüllten mit dem 1:0 gegen Zypern die Pflicht in der Quali, bleiben nach dem dritten Sieg makellos. Im Hit um Platz eins am Dienstag in Bosnien muss aber eine Steigerung her.
„Wir spielen wie immer, gehen mit Vollgas ins Spiel, das ist unser Markenzeichen.“ Die Marschroute von Rangnick war klar, alle in Linz waren „aufgezuckert“. Aus den Boxen dröhnte Partymusik, die 16.300 Fans versuchten den Funken überspringen zu lassen. Wie von ÖFB-Präsident Josef Pröll angekündigt: „Alle gemeinsam.“
Ja, es war angerichtet für den dritten, den nächsten Quali-Schritt Richtung WM 2026. Was sollte gegen Zypern, die Nummer 128 der Weltrangliste schon passieren? Zumal Rangnick ja aus dem Vollen schöpfen konnte. Also mit Kapitän David Alaba. Und auch erstmals seit dem Test-6:1 im März 2024 gegen die Türkei mit Xaver Schlager von Beginn an. Gefühlt waren erstmals in Rangnicks Ära alle Stars an Bord, es war Österreichs echte „Einsergarnitur“.
Schlechter Rasen
Die in Halbzeit eins zwar 61 Prozent Ballbesitz hatte, aber keinen Schuss auf das Tor der Zyprer abfeuern konnte. Da war der „Underdog“ der Führung näher. Während Österreich zwar gewaltig aufs Tempo drückte, aber es erzwingen wollte, viel zu hektisch agierte. Damit konnte man zwar dem schlechten Rasen Schaden zufügen, aber nicht den Zyprern. Das war fast zu viel Vollgas. Auf Kosten der Ruhe, spielerischer Ideen.
Da wurde Rangnick mit seiner Warnung vor vermeintlichen Pflichtsiegen bestätigt. Trotz berechtigter Euphorie, der hohen Qualität im Kader – der Weg zur erträumten WM bleibt steinig. Auch wenn Österreich gestern zum Glück weiter auf Kurs blieb, Sabitzers Elfmeter nach VAR-Intervention zum 1:0 für die Erlösung sorgte. Was zwar nicht mehr Ruhe brachte, aber den so wichtigen, glanzlosen Sieg fixierte. Das ist das Wichtigste.
Das „neue“ Linzer Stadion kann trotz kaputtem Grüns auch weiter als guter Boden (fünfter Sieg im fünften Pflichtspiel) für die ÖFB-Auswahl bezeichnet werden – vor allem aber wurde der dritte Dreier in der WM-Quali eingefahren. Österreich makellos.
Bosnien mit vier Siegen in der Gruppe H allerdings auch. Edin Dzeko, der einen Doppelpack schnürte, und Co. gewannen nämlich in San Marino gleich mit 6:0. Allerdings waren die Balkan-Kicker ab der 16. Minute auch in Überzahl.
So kommt es am Dienstag in Zenica zum Showdown um Platz eins. Da muss bei Österreich eine Steigerung, vor allem mehr Kontrolle her.
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